Familienversicherung in der PKV

familienversicherungBei der gesetzlichen Krankenversicherung können Familienmitglieder kostenlos mitversichert werden. Kinder sind in jedem Fall kostenlos mitversichert, bei den Ehegatten müssen ein paar Bedingungen erfüllt sein, damit diese auch kostenlos versichert sind. Wie sieht dies bei der privaten Krankenversicherung aus?

Grundsätzliche Regelung

Ein Kind eines Paares kann nicht wahllos bei der Familienversicherung oder bei einer privaten Krankenversicherung angemeldet werden. Sobald ein Ehepartner eine private Krankenversicherung besitzt und mehr Geld als sein Partner verdient, dann muss auch das Kind in der privaten Krankenversicherung versichert werden. Allerdings nur dann, wenn der privat Versicherte ein Einkommen erzielt, das höher als die Jahresarbeitsentgeltgrenze ist. Sollte er darunter verdienen oder der gesetzlich versicherte Partner ein höheres Einkommen erzielen, dann dürften die Kinder in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert werden. Ein neugeborenes Kind muss von der privaten Krankenversicherung – bei der mindestens ein Elternteil versichert ist – angenommen werden, ohne Gesundheitsprüfung. Allerdings muss der Antrag innerhalb der ersten zwei Monate nach der Geburt eingehen. Einen großen Vorteil erhalten hier die Eltern von Kindern, die von Geburt an gesundheitliche Probleme haben: bei einer Gesundheitsprüfung könnte sich ein teurer Beitrag ergeben. Allerdings gilt die Besonderheit, dass ein Kind keinen besseren Tarif erhalten darf als die Eltern.

 

Wie viel kostet eine private Familienversicherung?

Bei der privaten Krankenversicherung muss für jedes Mitglied ein eigener Beitrag bezahlt werden. Dies gilt für Kinder gleichermaßen wie für Ehegatten. Eine private Krankenversicherung online vergleichen lohnt sich in diesem Fall immer, denn eine andere Versicherungsgesellschaft könnte unter Umständen einen günstigeren Tarif anbieten. Es müssen nicht immer alle Familienmitglieder bei der gleichen Versicherungsgesellschaft versichert sein. Wenn Sie die Gesellschaft wechseln, dann könnten Sie für Ihre Kinder einen besseren Tarif wählen, als sie selber haben – natürlich kostet dieser dann auch mehr.

Eine Ausnahme stellt der Standardtarif dar

Ehepartner, die bei der gleichen Versicherungsgesellschaft versichert sind, erhalten einen finanziellen Vorteil, wenn sie im Standardtarif versichert sind. Dann zahlen beide zusammen maximal 150 Prozent von den Kosten, die eine gesetzliche Krankenversicherung als Höchstbeitrag berechnen würde. Wäre beide in einem normalen Tarif versichert, dann würden wesentlich höhere Beiträge anfallen.

Ehegatten, die über kein eigenes Einkommen verfügen, dürfen bei der privaten Krankenversicherung des Ehepartners mitversichert werden. Allerdings ist diese im Gegensatz zur GKV nicht kostenlos. Der berechnete Beitrag fällt aber trotzdem geringer aus, als wenn der Ehegatte arbeiten würde.